CFexpress Type B war für mich lange kein Thema. Nicht, weil ich den technischen Vorteil nicht verstanden hätte, sondern weil die Preise in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen standen. Gleichzeitig sind hochwertige SD-Karten in den letzten Jahren immer teurer geworden. Gerade dann, wenn man auf konstante Schreibraten angewiesen ist, bewegen sich V90-SD-Karten preislich längst nicht mehr im Einsteigerbereich.
Mit der Pergear CFexpress Type B 4.0 hat sich diese Rechnung für mich verändert. Die Karte liegt preislich dort, wo früher gute SD-Karten eingeordnet waren, bietet technisch aber deutlich mehr Reserven. Genau deshalb habe ich mich entschieden, den Wechsel zu wagen und die Karte über einen längeren Zeitraum im Alltag zu nutzen – in Foto- und Videosituationen, in denen SD-Karten zunehmend an ihre Grenzen kommen.
Warum SD-Karten mittlerweile oft der Flaschenhals sind
SD-Karten sind nicht grundsätzlich schlecht. Für viele Anwendungen funktionieren sie weiterhin zuverlässig. Das Problem entsteht dort, wo moderne Kameras dauerhaft hohe Datenraten erzeugen. Serienbildaufnahmen in RAW, hohe Auflösungen oder Videoformate mit hohen Bitraten fordern Speicherkarten konstant und nicht nur in kurzen Spitzen.
In der Praxis zeigt sich das häufig durch langsames Leeren des Puffers, Einschränkungen bei bestimmten Videoformaten oder sogar Abbrüche bei längeren Aufnahmen. Besonders ärgerlich ist dabei, dass selbst hochwertige SD-Karten diese Situationen nicht immer souverän meistern – obwohl sie preislich längst in Regionen angekommen sind, in denen CFexpress Type B dann eine echte Alternative darstellt.
Wenn der Preisvorteil von SD-Karten schwindet, bleibt ihr größter Pluspunkt kaum noch bestehen. Genau an diesem Punkt wird der Wechsel auf CFexpress interessant.
Leistung der Pergear CFexpress Type B 4.0
Die Pergear CFexpress Type B 4.0 bringt genau das mit, was man von einer modernen CFexpress-Karte erwartet. Ein robustes Metallgehäuse, sauber verarbeitete Kontakte und sehr hohe nominelle Lese- und Schreibraten. Natürlich sind diese Werte theoretisch, aber im Alltag fühlt sich die Karte durchweg schnell und vor allem konstant an.

Entscheidend ist nicht der letzte Benchmark-Wert, sondern die Zuverlässigkeit im Einsatz. Serienbilder laufen ohne spürbare Verzögerung, RAW-Aufnahmen werden zuverlässig weggeschrieben und auch datenintensive Videoformate stellen kein Problem dar. Die Karte wird schlicht nicht zum limitierenden Faktor – und genau das ist der größte Unterschied zu SD.
Auch beim Übertragen der Daten auf den Rechner spielt CFexpress Type B seine Stärke aus. Große Datenmengen lassen sich in sehr kurzer Zeit kopieren, was den gesamten Workflow deutlich beschleunigt.
Im Alltag
Im täglichen Einsatz fällt die Pergear CFexpress vor allem dadurch auf, dass sie nicht auffällt. Sie funktioniert zuverlässig, ohne Fehlermeldungen oder Einschränkungen. Die Karte wird bei längeren Foto- oder Video-Sessions spürbar warm, was bei CFexpress normal ist und technisch bedingt dazugehört. Durch das Metallgehäuse wird die Wärme direkt nach außen abgegeben.

Wichtig ist ein guter Kartenleser, da CFexpress Type B nicht direkt in klassische SD-Slots passt. Auch Kartenleser werden im Betrieb warm, was ebenfalls normal ist. Wer hier auf solide Qualität setzt, bekommt einen stabilen und schnellen Workflow ohne Überraschungen.
Fazit und Empfehlung zur Pergear CFexpress
Die Pergear CFexpress Type B 4.0 ist für mich ein sehr gutes Beispiel dafür, warum CFexpress inzwischen eine echte Alternative zu hochwertigen SD-Karten geworden ist. Technisch klar überlegen, im Alltag zuverlässiger und aktuell preislich auf einem Niveau, das den Wechsel wirtschaftlich sinnvoll macht.
Wer mit modernen Kameras arbeitet, regelmäßig in RAW fotografiert oder Video mit hohen Bitraten nutzt, profitiert spürbar vom Umstieg. Gerade im Vergleich zu teuren V90-SD-Karten ist die Pergear CFexpress aktuell eine der günstigsten Möglichkeiten, in den CFexpress-Standard einzusteigen. Für alle, die ohnehin über einen Wechsel nachdenken, ist jetzt ein sehr guter Zeitpunkt.
