Die Bildbearbeitung gehört für viele Fotografen zum Alltag. Während ein einzelnes Foto oft nur wenige Sekunden benötigt, sieht die Realität nach größeren Shootings anders aus. Hochzeiten, Events oder Firmenaufträge können schnell mehrere tausend Bilder produzieren.
Und genau hier entsteht ein Problem: Selbst wenn die eigentliche Bearbeitung pro Bild nur kurz dauert, summiert sich der Zeitaufwand enorm.
In den letzten Jahren sind deshalb immer mehr Tools aufgetaucht, die diesen Workflow mit künstlicher Intelligenz beschleunigen wollen. Eine der bekanntesten Lösungen ist ImagenAI.
Die Software verspricht zwei Dinge:
- automatische Bildauswahl
- Bildbearbeitung im eigenen Stil
Ich habe ImagenAI deshalb ausführlich getestet und geschaut, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert.
Transparenzhinweis:
Dieser Artikel und das dazugehörige Video sind in Zusammenarbeit mit ImagenAI entstanden. Die Zusammenarbeit hat jedoch keinen Einfluss auf meine Erfahrungen oder meine Einschätzung der Software.
Was ist ImagenAI?
ImagenAI ist eine Software, die speziell für Fotografen entwickelt wurde, die regelmäßig große Bildmengen bearbeiten müssen. Statt nur einfache automatische Korrekturen anzuwenden, verfolgt die Software einen anderen Ansatz.
Die KI analysiert bereits bearbeitete Bilder und versucht daraus zu lernen, wie der persönliche Stil des Fotografen aussieht.
Dabei werden unter anderem berücksichtigt:
- Belichtung
- Kontrast
- Weißabgleich
- Farblook
- allgemeine Stilentscheidungen
Die Idee dahinter ist simpel:
Die Software soll nicht „irgendeinen“ Look erzeugen, sondern möglichst genau den Stil nachbilden, den man ohnehin selbst verwendet.
Training der KI: Mein Profil mit 2173 Fotos
Bevor ImagenAI sinnvoll arbeiten kann, muss die Software den eigenen Stil lernen. Dafür werden bereits bearbeitete Fotos hochgeladen, aus denen die KI ein persönliches Profil erstellt.
In meinem Test habe ich 2173 Fotos verwendet. Dabei handelte es sich vor allem um:
- Hochzeiten
- Events
- Firmenportraits
Das Hochladen der Bilder dauert etwas, da RAW-Dateien natürlich recht groß sind. Das eigentliche Training des Profils ging jedoch überraschend schnell.
Nachdem alle Bilder hochgeladen waren, dauerte es ungefähr ein bis zwei Stunden, bis mein Profil fertig erstellt war.
Praktisch: Man muss dabei nicht warten. Sobald der Prozess abgeschlossen ist, erhält man einfach eine E-Mail.
Automatische Bildauswahl
Ein Feature, das oft unterschätzt wird, ist die automatische Bildauswahl.
Gerade nach größeren Shootings entstehen viele ähnliche Aufnahmen. Serienbilder, leichte Variationen oder auch unscharfe Fotos gehören einfach dazu. Das Aussortieren dieser Bilder kann extrem viel Zeit kosten.
ImagenAI analysiert unter anderem:
- Schärfe
- Verwacklungen
- ähnliche Motive
- Serienbilder
Unscharfe Bilder werden direkt aussortiert und ähnliche Fotos gruppiert. Favoriten können automatisch bewertet werden, zum Beispiel mit Sternen.

Ich persönlich schaue trotzdem noch einmal selbst über die Auswahl. Als erster Filter funktioniert das System aber erstaunlich gut und spart bereits viel Zeit.
Die automatische Bildauswahl ist allerdings nur als Abo verfügbar und kostet 16 € pro Monat. Das Abo kann monatlich gekündigt werden, was praktisch ist, wenn man das Feature nur in besonders arbeitsreichen Monaten benötigt.
Bildbearbeitung im eigenen Stil
Der zweite große Bestandteil von ImagenAI ist die automatische Bildbearbeitung.
Sobald das Profil trainiert wurde, kann die KI neue Projekte analysieren und die Bilder automatisch entwickeln.
In meinem Test dauerte dieser Prozess überraschend kurz. Nachdem ich ein Projekt gestartet hatte, lagen die Ergebnisse meist schon nach 10 bis 15 Minuten vor. Auch hier wird man per E-Mail benachrichtigt, sobald alles fertig ist.
Die Ergebnisse lagen in vielen Fällen etwa zu 80 bis 90 Prozent in dem Bereich, den ich selbst gewählt hätte.
Das ist natürlich kein perfekter Ersatz für die eigene Bearbeitung. Aber als Ausgangspunkt funktioniert es erstaunlich gut.
Gerade bei größeren Bildserien spart das enorm viel Zeit.
Meine Bearbeitung

ImagenAIs Bearbeitung

Wo die KI an ihre Grenzen stößt
So gut die Ergebnisse teilweise sind, gibt es natürlich auch Grenzen.
Die KI arbeitet immer auf Basis der Trainingsdaten. Das bedeutet, dass das Profil im Grunde einen Durchschnitt aus allen hochgeladenen Bildern bildet.
Manchmal möchte man jedoch bewusst eine andere Bearbeitung wählen. Vielleicht ein Bild etwas heller entwickeln oder die Stimmung dunkler halten.
Das kann eine KI mit nur einem Profil natürlich nicht immer perfekt abbilden.
Die gute Nachricht:
Man kann mehrere Profile anlegen. Wenn man genug Trainingsmaterial hat, lassen sich also auch unterschiedliche Stile trainieren.
Preisstruktur von ImagenAI
ImagenAI bietet zwei unterschiedliche Modelle für die Bildbearbeitung.
Zum einen gibt es klassische monatliche Pakete mit einer festen Anzahl an Edits.
Zum anderen gibt es eine Pay-as-you-go Option, bei der jede Bearbeitung einzeln abgerechnet wird.
Die Preise liegen ungefähr zwischen 0,036 € und 0,059 € pro Bildbearbeitung, abhängig vom gewählten Modell.
Wer ImagenAI ausprobieren möchte, kann über meinen Link 1500 kostenlose Edits erhalten: https://imagenai.com/florian_kunde
Positive Erfahrung mit dem Support
Während meines Tests hatte ich auch Kontakt mit dem Support.
Beim ersten Versuch ein Profil zu erstellen, hatte ich viele Fotos hochgeladen, bei denen ich kaum Änderungen an der Belichtung vorgenommen hatte. Das fiel dem System offenbar auf.
Ich erhielt eine Nachricht mit der Frage, ob ich eventuell unbeabsichtigt unbearbeitete Fotos hochgeladen hatte. Man wollte sicherstellen, dass das Training wirklich auf bearbeiteten Bildern basiert, damit die Ergebnisse später auch sinnvoll sind.
Das zeigt, dass hier tatsächlich darauf geachtet wird, dass die Nutzer gute Resultate bekommen.
Auch bei anderen Fragen konnte mir der Support schnell weiterhelfen.
Interessant war außerdem, dass dieser Supportkontakt komplett unabhängig vom Team lief, mit dem ich die Kooperation abgestimmt hatte.
Für wen lohnt sich ImagenAI?
Der größte Vorteil von ImagenAI zeigt sich bei Fotografen, die regelmäßig große Bildmengen bearbeiten.
Zum Beispiel:
- Hochzeitsfotografen
- Eventfotografen
- Reportagefotografen
- Sportfotografen
Wer nach einem Shooting mehrere tausend Bilder bearbeiten muss, kann durch automatische Auswahl und Bearbeitung viel Zeit sparen.
Für kleinere Shootings oder einzelne Bilder ist der Nutzen dagegen deutlich geringer.
Fazit: KI als Workflow-Werkzeug
Ich war anfangs ehrlich gesagt eher skeptisch gegenüber KI-Tools in der Bildbearbeitung. Viele Lösungen versprechen schnelle Ergebnisse, liefern aber oft einen generischen Look.
ImagenAI verfolgt jedoch einen anderen Ansatz.
Die Software versucht tatsächlich, den persönlichen Stil eines Fotografen zu lernen. Das funktioniert in vielen Fällen erstaunlich gut, auch wenn die Ergebnisse natürlich nicht immer perfekt sind.
Als Werkzeug zur Workflow-Optimierung bei großen Bildmengen finde ich den Ansatz deshalb sehr spannend.
Wer regelmäßig tausende Fotos bearbeiten muss, sollte sich solche Tools zumindest einmal anschauen.