Werbung / bezahlte Kooperation: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Ulanzi. Das D200X wurde mir für den Test zur Verfügung gestellt.
Ich arbeite jeden Tag mit ziemlich vielen verschiedenen Programmen. Premiere Pro für den Videoschnitt, Capture One und Photoshop für die Bildbearbeitung, dazu Browser, Office-Programme und einige weitere Anwendungen. Das Problem dabei: Jedes Programm hat seine eigenen Shortcuts.
Und ich bin wirklich schlecht darin, mir diese ganzen Tastenkombinationen zu merken.
Genau deshalb fand ich das Ulanzi D200X Creative Deck von Anfang an interessant. Ich kann mir meine häufigsten Befehle einfach auf frei belegbare Tasten und Drehregler legen und für unterschiedliche Programme eigene Belegungen erstellen.
Nach einigen Wochen mit dem D200X hat sich für mich allerdings herausgestellt, dass eine ganz andere Funktion mindestens genauso interessant ist: Das Creative Deck ist gleichzeitig eine ziemlich umfangreiche USB-C-Dockingstation.
Und genau diese Kombination macht das D200X für meinen Arbeitsplatz so praktisch.
Was ist das Ulanzi D200X?
Das Ulanzi D200X ist ein programmierbarer Desktop-Controller für kreative Anwendungen, Produktivität, Streaming und andere Workflows.
Dafür besitzt es 14 individuell belegbare LCD-Tasten, drei programmierbare und drückbare Drehregler sowie zwei zusätzliche Funktionstasten. Auf dem 5,5 Zoll großen Display werden die verschiedenen Funktionen und Icons direkt angezeigt. Das Display löst mit 960 × 540 Pixeln auf.
Über die Software Ulanzi Studio lassen sich die einzelnen Bedienelemente mit Shortcuts, Anwendungen, Webseiten, Textbausteinen und weiteren Funktionen belegen.
Das D200X unterstützt grundsätzlich Anwendungen, die sich über Tastaturbefehle steuern lassen. Dazu gehören beispielsweise Adobe Premiere Pro, DaVinci Resolve, Final Cut Pro, Photoshop, Lightroom, OBS oder Logic Pro.
Für meinen Workflow ist genau das interessant. Ich arbeite nicht nur mit einem Programm und kann deshalb für unterschiedliche Aufgaben komplett verschiedene Bedienoberflächen erstellen.
14 programmierbare LCD-Tasten
Der auffälligste Bestandteil des D200X sind natürlich die 14 LCD-Tasten.
Jede Taste kann mit einer eigenen Funktion und einem eigenen Symbol versehen werden. Dadurch sehe ich direkt auf dem Gerät, welche Funktion sich hinter welcher Taste verbirgt.
Ich kann beispielsweise einen Shortcut hinterlegen, ein Programm öffnen oder direkt eine bestimmte Webseite aufrufen.
Praktisch finde ich auch die Möglichkeit, Textbausteine zu speichern. Wer regelmäßig ähnliche Texte oder Antworten schreibt, kann komplette Textabschnitte auf eine Taste legen und anschließend mit einem Tastendruck einfügen.
Auch mehrstufige Aktionen und Makros sind möglich. Dadurch lässt sich das D200X deutlich individueller an den eigenen Arbeitsablauf anpassen als mit einfachen einzelnen Tastaturbefehlen.
Gerade für mich ist das hilfreich. Statt mir für jedes Programm wieder andere Shortcuts merken zu müssen, kann ich die Funktionen einfach visuell auf dem Deck ablegen.

Eigene Profile für Premiere Pro, Bildbearbeitung und Co.
Besonders sinnvoll finde ich die Möglichkeit, unterschiedliche Profile anzulegen.
Mein Videoschnitt benötigt schließlich komplett andere Funktionen als meine Bildbearbeitung.
In Premiere Pro kann ich mir beispielsweise Schneiden, Kopieren, Einfügen, Rückgängig oder andere häufig verwendete Funktionen direkt auf die Tasten legen.
In Capture One oder Photoshop kann ich dieselben Tasten anschließend mit völlig anderen Befehlen belegen.
Das D200X kann dabei auch automatisch zwischen Profilen wechseln, wenn sich die aktive Anwendung auf dem Computer ändert.
Dadurch ist man nicht auf die 14 sichtbaren Tasten beschränkt. Unterschiedliche Profile und mehrere Seiten sorgen dafür, dass sich sehr viele Funktionen auf dem Gerät unterbringen lassen.
Drei Drehregler für Videoschnitt und Bildbearbeitung
Neben den LCD-Tasten besitzt das Ulanzi D200X drei programmierbare Drehregler.
Die gefallen mir besonders gut.
Die Regler können nicht nur gedreht, sondern auch gedrückt werden. Dadurch können mehrere Funktionen über einen einzelnen Regler gesteuert werden.
Beim Videoschnitt bietet sich beispielsweise die Navigation durch die Timeline an. In der Bildbearbeitung können Regler unter anderem für Werte wie Belichtung oder Kontrast verwendet werden. Auch Lautstärke, Zoom oder andere Parameter lassen sich darüber steuern.
Die Regler haben dabei einen angenehm definierten Widerstand. Gerade bei Funktionen, bei denen Werte kontinuierlich verändert werden, gefällt mir diese Art der Bedienung deutlich besser als eine einfache Taste.
Gerade in Premiere Pro fand ich die drei Drehregler besonders praktisch. Einen habe ich zum Navigieren durch die Timeline benutzt, einen zum Scrollen und den dritten zum Rein- und Rauszoomen. Dadurch haben diese drei häufig benötigten Funktionen jeweils ihren eigenen Regler. Genau solche Belegungen machen das D200X für mich interessant, weil ich mir die Bedienung passend zu meinem Workflow einrichten kann.

Mein eigentliches Highlight: die integrierte Dockingstation
Ursprünglich war das gar nicht der Hauptgrund, warum ich mich für das D200X interessiert habe.
Inzwischen ist die integrierte Dockingstation aber wahrscheinlich die Funktion, die meinen Alltag am stärksten verändert hat.
Ich arbeite einen Teil der Woche im Büro und einen Teil im Homeoffice. Mein MacBook Pro nehme ich deshalb regelmäßig mit.
Zu Hause muss ich es mit meinem Monitor, der Stromversorgung, Mikrofonen, Speichermedien und anderem Zubehör verbinden. Vorher lagen entsprechend mehrere Kabel auf meinem Schreibtisch, die ich bei jedem Wechsel neu anschließen musste.
Mit dem D200X sieht das inzwischen deutlich einfacher aus.
Monitor, Stromversorgung und weiteres Zubehör bleiben direkt mit dem Creative Deck verbunden. Wenn ich mit meinem MacBook nach Hause komme, muss ich nur noch ein USB-C-Kabel anschließen und mein Arbeitsplatz ist einsatzbereit.
Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit. Im täglichen Gebrauch finde ich es aber extrem angenehm.
Zusätzlich sieht der Schreibtisch dadurch deutlich aufgeräumter aus.

Diese Anschlüsse bietet das Ulanzi D200X
Ulanzi bezeichnet das D200X als 8-in-1-Hub. Neben der Verbindung zum Computer stehen verschiedene Anschlüsse für den Arbeitsplatz zur Verfügung.
Dazu gehören:
HDMI mit einer Auflösung von bis zu 4096 × 2160 Pixeln bei 60 Hz
SD-Kartenleser
microSD beziehungsweise TF-Kartenleser
USB-A mit USB 3.2 Gen 2 und bis zu 10 Gbit/s
USB-C mit USB 3.2 Gen 2 und bis zu 10 Gbit/s
3,5-mm-Audioanschluss für Kopfhörer und Mikrofon
USB-C Power Delivery mit bis zu 100 Watt Eingangsleistung
Notebook-Stromversorgung mit bis zu 85 Watt Ausgangsleistung
Damit kann ich beispielsweise meinen externen Monitor direkt über das D200X betreiben und gleichzeitig Speicherkarten oder anderes USB-Zubehör anschließen.
Gerade für Foto und Video finde ich den integrierten Kartenleser praktisch. Ich brauche dadurch für viele alltägliche Aufgaben keinen weiteren Adapter auf dem Schreibtisch.
Ein Kabel für den kompletten Arbeitsplatz
Für mich ist genau diese Kombination einer der größten Vorteile des D200X.
Das Creative Deck steht ohnehin dauerhaft vor mir auf dem Schreibtisch. Warum also daneben noch verschiedene Hubs und Adapter verteilen?
Über das D200X laufen bei mir mehrere Geräte zusammen und mein MacBook benötigt trotzdem nur noch eine einzige USB-C-Verbindung.
Wenn ich morgens im Homeoffice anfange, stecke ich ein Kabel ein und kann loslegen.
Wenn ich das MacBook wieder mit ins Büro nehme, ziehe ich dieses eine Kabel ab.
So einfach hatte ich mir meinen Arbeitsplatz eigentlich schon länger gewünscht.
Auch als Kartenleser für Fotografen interessant
Bei einem Creative Deck denkt man wahrscheinlich nicht unbedingt zuerst an das Einlesen von Fotos.
Für meinen Workflow ist das aber durchaus praktisch.
Das D200X besitzt sowohl einen SD-Slot als auch einen microSD beziehungsweise TF-Kartenleser. Damit kann ich Speicherkarten direkt am Arbeitsplatz einlesen, ohne einen zusätzlichen Kartenleser anschließen zu müssen.
Gerade weil das Gerät ohnehin dauerhaft auf dem Schreibtisch steht, ist das eine Funktion, die sich schnell in den normalen Workflow integriert.
Karte rein, Bilder oder Videos übertragen und anschließend direkt mit der Bearbeitung anfangen.
Verarbeitung und Bedienung
Auch bei der Verarbeitung hinterlässt das D200X bei mir einen guten Eindruck.
Mit rund 480 Gramm steht es stabil auf dem Schreibtisch. Auf der Unterseite befinden sich rutschfeste Silikonflächen, wodurch sich das Deck beim Drücken der Tasten oder Drehen der Regler kaum bewegt.
Das Gehäuse besteht aus verschiedenen Kunststoffen, einer Frontplatte aus Aluminium sowie Acryl für die Tasten. Das Gerät misst 153 × 113,5 × 98 Millimeter.
Bei meiner Nutzung steht es entsprechend stabil auf dem Tisch und verrutscht auch bei schneller Bedienung nicht.
Mir gefällt außerdem das Design. Das D200X ist ein Gerät, das dauerhaft sichtbar auf dem Arbeitsplatz steht und fügt sich dort für meinen Geschmack ziemlich gut ein.
Ulanzi Studio: Die Einrichtung braucht etwas Zeit
Der einzige Punkt, den man meiner Meinung nach berücksichtigen sollte, ist die Einarbeitung.
Das D200X bietet sehr viele Möglichkeiten. Entsprechend muss man sich am Anfang erst einmal damit beschäftigen, wie man das Gerät für den eigenen Workflow nutzen möchte.
Die Konfiguration erfolgt über Ulanzi Studio für Windows und macOS. Funktionen und Plugins können dort ausgewählt und anschließend auf die jeweiligen Tasten oder Regler gelegt werden.

Beim ersten Einrichten musste ich mich etwas in die Software hineindenken. Sobald man das Grundprinzip verstanden hat, geht die Konfiguration aber ziemlich schnell.
Die größere Arbeit besteht eigentlich darin, herauszufinden, welche Funktionen man selbst regelmäßig verwendet.
Welche Shortcuts brauche ich wirklich?
Welche Funktionen möchte ich direkt auf der ersten Seite haben?
Welche Befehle eignen sich besser für einen Drehregler?
Welche Programme sollen eigene Profile bekommen?
Das braucht etwas Zeit. Dafür wird das D200X mit jeder Anpassung immer stärker zu einem Werkzeug, das genau zum eigenen Workflow passt.

Mehr als nur Videoschnitt
Mein hauptsächlicher Anwendungsfall liegt natürlich bei Foto und Video. Das D200X kann aber noch für deutlich mehr Aufgaben verwendet werden.
Ulanzi nennt unter anderem Videoschnitt, Bildbearbeitung, Streaming, Gaming und Smart-Home-Steuerung als mögliche Einsatzgebiete.
Über entsprechende Integrationen lassen sich beispielsweise auch kompatible Ulanzi-Leuchten sowie Systeme von Philips Hue, Nanoleaf und Govee steuern. Die LCD-Tasten können Szenen aufrufen, während die Drehregler beispielsweise Helligkeit oder Farbtemperatur verändern.
Auch für Streaming kann ich mir das D200X sehr gut vorstellen. Szenenwechsel, Audiofunktionen, Programme und andere häufig benötigte Befehle lassen sich direkt auf das Deck legen.
Die Stärke liegt dabei immer im gleichen Prinzip: Häufig benötigte Funktionen bekommen einen festen Platz auf dem Schreibtisch.

Technische Daten des Ulanzi D200X
Modell: Ulanzi D200X Creative Deck
Display: 5,5 Zoll
Displayauflösung: 960 × 540 Pixel
LCD-Tasten: 14, individuell belegbar
Drehregler: 3, drehbar und drückbar
Zusätzliche Funktionstasten: 2
HDMI: bis 4096 × 2160 Pixel bei 60 Hz
SD-Kartenleser: SD 3.0
microSD / TF-Kartenleser: TF 3.0
USB-A: USB 3.2 Gen 2, bis 10 Gbit/s
USB-C Host: USB 3.2 Gen 2, bis 10 Gbit/s
USB-C Daten und Laden: USB 3.2 Gen 2, bis 10 Gbit/s
USB-C PD Eingang: bis 100 Watt
Ladeleistung für Notebook: bis 85 Watt
Audio: 3,5 mm für Audioausgabe und Mikrofoneingang
Abmessungen: 153 × 113,5 × 98 mm
Gewicht: ca. 480 g
Kompatibilität: Windows 10 oder neuer, macOS Monterey 12 oder neuer
Was kostet das Ulanzi D200X?
Zum Zeitpunkt meines Tests kostet das Ulanzi D200X im deutschen Ulanzi-Shop 119,99 Euro. Preise und Aktionen können sich natürlich jederzeit ändern.
Für diesen Preis bekommt man nicht nur den programmierbaren Controller mit LCD-Tasten und Drehreglern, sondern gleichzeitig auch die komplette Dockingfunktion.
Und genau diese Kombination macht das Gesamtpaket für mich besonders interessant.
Mein Fazit zum Ulanzi D200X
Das Ulanzi D200X ist für mich vor allem deshalb interessant, weil es mehrere Funktionen in einem Gerät kombiniert. Die programmierbaren Tasten und Drehregler sind praktisch, gerade wenn man regelmäßig mit verschiedenen Programmen arbeitet und sich nicht jeden Shortcut merken möchte.
Der größte Mehrwert ist für mich aber tatsächlich die integrierte Dockingstation. Mein MacBook ist mit einem Kabel mit Monitor, Stromversorgung und weiterem Zubehör verbunden und mein Schreibtisch bleibt deutlich aufgeräumter.
Selbst wenn ich das D200X am Ende nicht dafür nutze, komplette Videos damit zu schneiden, wofür ich es ursprünglich haben wollte, ist es für mich trotzdem eine wirklich tolle Ergänzung für meinen Arbeitsplatz.
Genau diese Mischung aus Dockingstation, frei belegbaren Tasten und individuellen Funktionen macht das D200X für meinen Workflow so praktisch.
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