Werbung / bezahlte Kooperation: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Ulanzi. Der D100H wurde mir für den Test zur Verfügung gestellt.
Durch eine Timeline navigieren, einen Schnitt setzen, etwas kopieren, wieder einfügen und den letzten Schritt rückgängig machen: Beim Videoschnitt wiederholen sich viele kleine Handgriffe ständig. Genau dafür fand ich den Ulanzi D100H Dial Controller interessant.
Ich bin ziemlich schlecht darin, mir die Shortcuts aus all den verschiedenen Programmen zu merken, mit denen ich arbeite. Ein kleines Gerät, auf dem ich meine wichtigsten Befehle selbst anordnen kann, passt deshalb gut zu meinem Arbeitsplatz.
Beim D100H kommt noch etwas dazu: ein großes Drehrad, das ich in Premiere Pro direkt zum Navigieren benutzen kann. Das fühlt sich für mich bei diesen Aufgaben angenehm an. Und weil der Dial kabellos arbeitet, kann ich ihn einfach dorthin stellen, wo ich ihn gerade haben möchte.
Was ist der Ulanzi D100H Dial Controller?
Der Ulanzi D100H ist ein kompakter Bluetooth-Controller mit einem großen, drückbaren Drehregler und programmierbaren Tasten. Über Ulanzi Studio lässt sich festlegen, welche Befehle er ausführt.
Die Idee ist, häufig benötigte Funktionen unter einer Hand zusammenzuführen. Bei mir sind das vor allem die Navigation in Premiere Pro und grundlegende Schnittbefehle. Das Gerät steuert dabei keine Mausbewegungen. Ich kann es auf dem Schreibtisch verschieben, der Mauszeiger bewegt sich dadurch aber nicht mit.
Gerade dieser Unterschied ist für die Nutzung wichtig: Der Dial bekommt einen eigenen Platz neben Maus und Tastatur. Welche Aufgaben ich ihm überlasse, kann ich an meine Arbeitsweise anpassen.
So benutze ich den D100H in Premiere Pro
In Premiere Pro habe ich mir eine Belegung eingerichtet, mit der ich direkt durch meine Timeline navigieren und anschließend Bearbeitungsschritte ausführen kann. Das ist für mich der interessanteste Teil des D100H.
Wenn ich das Drehrad drehe, bewege ich mich durch die Timeline. Wenn ich es gleichzeitig gedrückt halte und drehe, mache ich größere Sprünge. Damit kann ich zwischen einer feineren Navigation und dem zügigen Bewegen durch einen längeren Abschnitt wechseln.
Den Druck auf das Drehrad habe ich mit einer Schnittfunktion belegt. Ich suche also zunächst die passende Stelle und kann dort direkt einen Schnitt setzen. Das sind genau die kleinen Abläufe, für die ich einen solchen Controller gerne nutzen möchte.

| Bedienelement oder Befehl | Meine Verwendung in Premiere Pro |
|---|---|
| Drehrad drehen | Durch die Timeline navigieren |
| Drehrad drücken und drehen | Größere Sprünge durch die Timeline |
| Drehrad drücken | An der aktuellen Position schneiden |
| Weitere belegte Tasten | Auswählen, Kopieren, Einfügen, Rückgängig, Wiederherstellen und Löschen |
Das ist meine individuelle Belegung. Welche Taste welchen Befehl ausführt, lässt sich entsprechend den eigenen Shortcuts und Vorlieben einrichten.
Vor allem das Navigieren mit dem großen Rad gefällt mir. Ich kann durch einen Abschnitt gehen und die wichtigsten Befehle direkt am Dial ausführen. Für mich funktioniert das bereits ziemlich gut.
Ich habe damit bisher allerdings noch kein komplettes Videoprojekt von Anfang bis Ende geschnitten. Meine Erfahrungen beziehen sich auf die eingerichteten Funktionen und das Ausprobieren in Premiere Pro. Wie viel Zeit mir der D100H über ein vollständiges Projekt hinweg spart, kann ich deshalb noch nicht beziffern.
Ein großes Drehrad mit mehreren Funktionen
Laut Ulanzi besitzt der D100H einen endlos drehbaren Regler mit haptischem Feedback durch einen Linearmotor. Dreh- und Druckaktionen eröffnen unterschiedliche Belegungen. Die technischen Funktionsangaben stammen von der Ulanzi-Produktseite.
Für meine Nutzung ist vor allem die Kombination aus Drehen, Drücken und gleichzeitigem Drücken und Drehen spannend. Ein einziges Bedienelement kann dadurch mehrere zusammengehörige Aufgaben übernehmen.
Mit meiner Premiere-Belegung bleiben Navigation und Schnitt dicht beieinander. Ich muss dafür nicht erst eine andere Funktion auf der Tastatur suchen. Ob man diese Aufteilung mag, hängt natürlich auch davon ab, wie man bisher arbeitet. Mir gefällt das Prinzip.
Kabellos auf dem Schreibtisch
Die kabellose Verbindung gehört für mich zu den größten praktischen Vorteilen des D100H. Ich kann ihn näher an mich heranholen, neben die Tastatur stellen oder wieder etwas zur Seite schieben, ohne ein Kabel mitziehen zu müssen.
Das klingt nach einer kleinen Sache. Wenn ein zusätzliches Gerät dauerhaft auf dem Schreibtisch steht, macht es die Positionierung aber deutlich angenehmer.
Der D100H verbindet sich laut Hersteller per Bluetooth 5.0 und kann mit bis zu drei Computern gekoppelt werden. Über einen Schalter auf der Unterseite lässt sich zwischen ihnen wechseln. Der USB-C-Anschluss dient zum Laden; eine kabelgebundene Datenverbindung ist laut Ulanzi nicht vorgesehen.
Bei mir läuft der Dial am MacBook. Den Wechsel zwischen mehreren Computern habe ich bisher nicht ausprobiert. Für einen Arbeitsplatz, an dem unterschiedliche Rechner genutzt werden, finde ich diese Möglichkeit aber interessant.
Verarbeitung: klein, aber standfest
Bei der Verarbeitung hinterlässt der D100H einen guten Eindruck. Die Unterseite hält ihn zuverlässig auf dem Schreibtisch. Wenn ich auf die Tasten drücke oder den Regler bediene, rutscht das Gerät bei meiner Nutzung nicht herum.
Das ist mir bei so einem Controller wichtig. Ich möchte ihn dort abstellen, wo er für meine Hand gut erreichbar ist, und dann benutzen können, ohne ihn ständig wieder zurechtrücken zu müssen.
Ulanzi nennt ein Gewicht von etwa 265 Gramm und Abmessungen von 96,5 × 84 × 35,5 Millimetern. Das Gehäuse besteht aus ABS und Polycarbonat, der Drehknopf aus einer Aluminiumlegierung. Auf der Unterseite sitzt eine rutschfeste Silikonauflage.
Der Dial nimmt dadurch wenig Platz ein, wirkt bei der Bedienung aber angenehm solide. Gerade als Ergänzung zu Maus und Tastatur passt mir dieses Format gut.
Ulanzi Studio: Die Einrichtung braucht etwas Zeit
Die eigene Belegung ist der Teil, mit dem ich mich zunächst beschäftigen musste. Für meinen Workflow reicht es schließlich nicht, irgendwelche Funktionen auf die Tasten zu legen. Es sollen genau die Befehle sein, die ich regelmäßig benötige.
Mein Einstieg war deshalb Premiere Pro. Dort wusste ich ziemlich schnell, was ich ausprobieren möchte: Navigation, Schnitt und die grundlegenden Bearbeitungsbefehle. Damit hat der Dial eine klare Aufgabe bekommen.
Die Konfiguration erfolgt über Ulanzi Studio. Ulanzi bietet Presets und Plugins sowie einen Standalone-Modus mit vorgegebenen Funktionen an. Bei der Einrichtung eigener Profile sollte man außerdem zwischen diesen Grundfunktionen und der Steuerung über die laufende Software unterscheiden.

Mein Rat für den Einstieg ist, zunächst ein einziges Programm einzurichten. Mit wenigen vertrauten Befehlen kann man herausfinden, welche Belegung tatsächlich angenehm ist. Weitere Funktionen würde ich erst ergänzen, wenn diese ersten Handgriffe sitzen.
Die Einarbeitung bleibt für mich der wesentliche Punkt, den man vor dem Kauf einplanen sollte. Das Potenzial liegt gerade in der individuellen Anpassung. Dafür muss man sich aber auch die Zeit nehmen.
Ulanzi Studio ist für Windows und macOS verfügbar. Die aktuelle Downloadseite von Ulanzi nennt Windows 10 oder neuer und empfiehlt macOS 12 oder neuer für Intel- und Apple-Silicon-Macs. Für den Mac stehen getrennte Downloads bereit.
Auch für Bildbearbeitung und weitere Anwendungen
Mein bisheriger Praxisschwerpunkt ist Premiere Pro. Ulanzi nennt außerdem Anwendungen wie Lightroom Classic, Photoshop, Final Cut Pro und DaVinci Resolve. Mit Ulanzi Connect ist auch die Steuerung kompatibler Leuchten vorgesehen.
Für die Bildbearbeitung finde ich den Gedanken interessant, häufig verwendete Anpassungen auf einen Drehregler zu legen. In diesem Bereich habe ich den D100H aber noch nicht ausführlich ausprobiert. Meine konkrete Einschätzung zur Bedienung stammt deshalb aus dem Videoschnitt.
Auch für einfachere Aufgaben kann ich ihn nutzen. In der Standardbelegung lässt sich beispielsweise die Lautstärke verändern. Der Dial muss also nicht ausschließlich für ein großes Schnittprojekt auf dem Schreibtisch stehen.
Meine Erfahrungen mit dem Akku
Den Akku habe ich bei meiner bisherigen Nutzung noch nicht leer bekommen. Ich habe den D100H einmal vollständig geladen und ihn zwischenzeitlich auch noch einmal am Kabel gehabt. Nach ungefähr drei Wochen gelegentlicher Nutzung war weiterhin genug Ladung vorhanden, um ihn zu benutzen.
Das ist kein kontrollierter Laufzeittest und auch keine Aussage darüber, wie lange der Dial bei täglichem, intensivem Videoschnitt durchhält. Für mein bisheriges Ausprobieren war das Laden aber kaum ein Thema.
Ulanzi gibt 1.000 mAh Akkukapazität, bis zu 60 Tage Standby und etwa 2,5 Stunden bei kontinuierlichem Drehen an. Die beworbenen 60 Tage sind deshalb nicht mit 60 Tagen aktiver Bearbeitung gleichzusetzen. Eine vollständige Ladung soll rund 2,5 Stunden dauern.
D100H und D200X: Wie passen sie zusammen?
Ich habe den D100H gemeinsam mit dem Ulanzi D200X Creative Deck ausprobiert. Beim D200X nutze ich in Premiere Pro die drei Drehregler für Navigation, Scrollen und Zoom. Der D100H bietet mir wiederum ein größeres, frei auf dem Tisch platzierbares Drehrad.
Beide Geräte haben damit für sich bereits interessante Aufgaben. Beim D200X schätze ich zusätzlich die integrierte Dockingstation. Der Dial ist für mich vor allem dann spannend, wenn ich mit einer Hand direkt durch die Timeline gehen und Schnittbefehle ausführen möchte.
Welche Aufteilung im gemeinsamen Einsatz für mich dauerhaft am besten funktioniert, probiere ich noch aus. Ich möchte schließlich auch eine Hand für die Maus frei haben. Ein großes Deck und ein zusätzlicher Dial müssen deshalb nicht ständig gleichzeitig bedient werden, um am selben Arbeitsplatz sinnvoll zu sein.

Technische Daten des Ulanzi D100H
| Eigenschaft | Herstellerangabe |
|---|---|
| Modell | Ulanzi D100H Dial Controller / I003 |
| Verbindung | Bluetooth 5.0; bis zu drei gekoppelte Computer |
| Drehregler | Endlos drehbar, drückbar, mit haptischem Feedback |
| Konfiguration | Ulanzi Studio |
| Abmessungen | 96,5 × 84 × 35,5 mm |
| Gewicht | Ca. 265 g |
| Material | ABS/PC, Aluminium-Drehknopf, Silikonunterseite |
| Akku | 3,7 V, 1.000 mAh |
| Ladeanschluss | USB-C, 5 V / 2 A |
| Ladezeit | Ca. 2,5 Stunden |
| Dauerbetrieb | Ca. 2,5 Stunden bei kontinuierlichem Drehen |
| Standby | Bis zu 60 Tage |
| Lieferumfang | D100H, USB-C-Ladekabel, Anleitung |
Die technischen Daten stammen von den Produktangaben von Ulanzi. Die Angaben zu Dauerbetrieb und Standby beschreiben unterschiedliche Nutzungsbedingungen.
Was kostet der Ulanzi D100H?
Zum Zeitpunkt der Recherche am 1. Oktober 2026 kostet der einzelne D100H im deutschen Ulanzi-Shop 49,99 Euro. Angebote und Preise können sich ändern.
Für mich macht das den Dial zu einem interessanten Zubehör für den Schnittplatz. Der Nutzen hängt vor allem davon ab, ob man sich eine passende Belegung einrichtet und sie auch regelmäßig verwendet. Meine bisherige Premiere-Konfiguration ist dafür ein guter Anfang.
Mein Fazit zum Ulanzi D100H
Der Ulanzi D100H gefällt mir besonders als kompakte Ergänzung für Premiere Pro. Durch die Timeline drehen, mit gedrücktem Regler größere Sprünge machen und direkt einen Schnitt setzen: Genau diese Verbindung aus Navigation und Bearbeitungsbefehlen finde ich praktisch.
Dazu kommen die kabellose Positionierung und der sichere Stand auf dem Schreibtisch. Die Einrichtung braucht etwas Zeit, aber schon meine bisherige Belegung zeigt mir, warum ich den Dial weiter in meinen Workflow einbauen möchte. Einen kompletten Videoschnitt damit habe ich noch vor mir.
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